Ein- und Umstufungsverfahren ab August 2013

in Kraft gesetzt im August 2013

 A. Einstufungsverfahren

Zielsetzung
Ziel des Einstufungsverfahrens ist eine optimale Zuteilung der Schülerinnen und Schüler zu einer unserer Schulabteilungen entsprechend ihren Fähigkeiten und Kompetenzen.

Kontakte Primarschule - Sekundarschule

Oktober:

Erfahrungs- und Informationsaustausch

 

Der Jahrgangsteamleiter der 1. Sekundarschule lädt die am Übertritt beteiligten Lehrpersonen zu einem Austausch ein. Zuhanden aller Beteiligten wird ein Protokoll erstellt.

   
November:

Elternabend

  Der Schulleiter und der Jahrgangsteamleiter der 3. Sekundarschule organisieren für die Eltern der Schülerinnen und Schüler der zukünftigen ersten Klassen einen gemeinsamen Elterninformationsanlass.
   
Januar:

Trendmeldung

 

Bis zur Sportferienwoche reichen die Primarlehrpersonen klassenweise eine Liste der provisorischen Einstufungen bezogen auf den Typ und die Niveaus zuhanden der Sekundarschulleitung ein.

   
März / April:

Stichtag

 

Bis zu den Frühjahrsferien treffen die Anmeldungen der Schülerinnen und Schüler für die zukünftige 1. Klasse der Sekundarschule durch die Klassenlehrperson zuhanden der Schulleitung ein.

   
April / Mai:

Koordinierte Aufnahmeprüfung

   
Juni / Juli:

Besuche

  Am Montag der letzten Woche vor den Sommerferien besuchen die Schülerinnen und Schüler der 6. Klasse während eines halben Tages die Sekundarschule.
   
Vor Sommerferien Information über heilpädagogische Massnahmen
  Bei Schülerinnen und Schülern mit der Empfehlung zur Weiterführung von heilpädagogischen Massnahmen wird die schulische Heilpädagogin der Sekundarschule zum letzten Standortgespräch eingeladen. Die Förderberichte werden der Sekundarschule weitergeleitet. Bei einer abgeschlossenen heilpädagogischen Massnahme Ende 6. Klasse erhält die Sekundarschule das Kurzprotokoll des Abschlussgesprächs mit der Begründung und dem Beschluss.


Anmeldung
Die Zuteilung durch die Primarlehrperson erfolgt mittels Einstufungsformular. Dieses enthält neben der Leistungs- auch eine ganzheitliche Beurteilung der Schülerin oder des Schülers bezüglich Arbeits-, Lern- und Sozialverhalten. Diese Empfehlungen müssen vor Ablauf der Anmeldefrist mit den Eltern besprochen werden. Nach der Unterzeichnung durch Erziehungsberechtigte und Lehrperson wird die Anmeldung an die Schulleitung der Sekundarschule Aadorf weitergeleitet.

Einstufung und Aufnahme
Die Schülerinnen und Schüler werden gemäss der Empfehlung der Primarlehrperson ohne Prüfung in die entsprechende Stufe unserer Schule aufgenommen.

Typ

G (Grundlegende) oder E (Erweiterte Anforderungen)

Die Primarlehrpersonen nehmen die Einweisung in die Typen G oder E vor, indem sie die Leistungen in Deutsch (2 Noten), Mathematik (2 Noten), Realien (1 Note), Französisch (1 Note) und die Einschätzung des Arbeits-, Lern- und Sozialverhaltens (1 Note) berücksichtigen. Die Beurteilung umfasst den Zeitraum der 6. Klasse. Der Notendurchschnitt führt zu folgenden Typeneinteilungen:

G < 4.5     4.5 ≤ E

Bei Lernzielanpassungen, Verhaltensauffälligkeit und Leidensdruck in der Regelklasse sind Abklärungen für eine Zuteilung in die Kleinklasse oder heilpädagogische Massnahmen zu prüfen.

 

   
Niveauklasse

g (grundlegende Anforderungen), m (mittlere Anforderungen) und
e (erweiterte Anforderungen).

Für die Einstufung in Mathematik stützt sich die Primarlehrperson auf ihre Feststellungen im Rechnen und in der Geometrie sowie auf ihre Beurteilung der logischen Denkfähigkeit des Schülers. Für diejenige in Englisch werden die Leistungen im mündlichen und schriftlichen Ausdruck berücksichtigt. Die Notendurchschnitte führen zu folgenden Niveaueinteilungen:

g < 4.0      4.0 ≤ m < 5.0      5.0 ≤ e

 
Koordinierte Aufnahmeprüfung
Falls die Erziehungsberechtigten mit der Einstufung der Primarlehrperson in den Typ oder die Niveauklassen in Mathematik und Englisch nicht einverstanden sind und im weiteren Gespräch keine Einigung erzielt wird, kann sich die Schülerin oder der Schüler mit dem schriftlichen Einverständnis der Erziehungsberechtigten zur Koordinierten Aufnahmeprüfung anmelden. Über die Typeneinteilung wird nach einer umfassenden Prüfung entschieden. Für die Niveaueinteilung wird das entsprechende Fach getestet.

Entscheid
Aufgrund der Prüfungsergebnisse beschliesst die Schulleitung über die Zuteilung in den Typ und/oder die Niveauklassen. Der Entscheid wird den Erziehungsberechtigten schriftlich und mit Rechtsmittelbelehrung mitgeteilt.

B. Umstufungsverfahren


Zielsetzung
Ziel des Umstufungsverfahrens ist es, die Durchlässigkeit zwischen den Typen und zwischen den Niveaus zu regeln, um der schulischen Entwicklung und dem Leistungsstand der Schülerinnen und Schüler Rechnung zu tragen.

Umstufung
Grundlage für die Umstufung ist die Beurteilung durch die Lehrpersonen. Schülerinnen und Schüler, die im Unterricht auf ihrem Niveau unterfordert, beziehungsweise überfordert sind, können entsprechend umgestuft werden.

Zeitpunkt
Umstufungen erfolgen grundsätzlich auf Semesterende.

Kriterien
Die Promotion umfasst folgende Kriterien:

Typ Die Noten in Deutsch, Französisch, Realien und die Einschätzung des Arbeits-, Lern- und Sozialverhaltens werden im Verhältnis 2:1:2:1 gewichtet. Die Französischnote setzt sich aus mündlicher und schriftlicher Leistung im Verhältnis 1:2 zusammen. Zum Verbleib im Typ E muss der Notendurchschnitt in diesen vier Bereichen 4.0 betragen. Im anderen Fall erfolgt in der Regel eine direkte Umstufung. Der Wechsel in den Typ E erfolgt, wenn dieser Notendurchschnitt mindestens 5.25 beträgt. Das heisst: Umstufungen vom Typ G in den Typ E sind nur möglich, wenn Französisch beibehalten wird.
   
Niveauklasse Bewertet wird die rein fachliche Leistung. Die Note in Mathematik setzt sich aus Arithmetik/Algebra und Geometrie zusammen. Die Note in Englisch setzt sich aus mündlicher und schriftlicher Leistung im Verhältnis 1:2 zusammen. Für den Verbleib in der gleichen Niveauklasse muss der Notendurchschnitt mindestens 4.0 betragen. Im anderen Fall erfolgt in der Regel eine direkte Umstufung. Zum Erreichen des nächsthöheren Niveaus muss der Notendurchschnitt in der Regel 5.25 betragen.

 
Antrag
Ein Antrag auf Umstufung kann von den Erziehungsberechtigten oder den Lehrerinnen und Lehrern jeweils bis zum 10. Januar und 15. Juni an die Schulleitung gestellt werden.

Klassenrepetition
Nur in Ausnahmefällen und unter besonderen Umständen (z.B. bei krankheitsbedingter längerer Absenz, Zuzug usw.) ist die Repetition einer Klasse möglich. Die Schulleitung entscheidet auf Antrag.

Umstufungsentscheid
Nach Anhörung der Lehrpersonen, welche die Schülerin / den Schüler unterrichten, stellt die Klassenlehrperson Antrag an die Schulleitung mittels Umstufungsformular. Diese entscheidet.

Einsprache
Beteiligte, welche mit dem Entscheid der Umstufung nicht einverstanden sind, können innerhalb von 20 Tagen schriftlich rekurrieren.

Liftkkurse
Liftkurse werden in der Phase der Umstufung angeboten, um den Anschluss in der neuen Niveau- oder Stammklasse zu finden. Der Unterrichtsstoff kann entweder in Eigeninitiative oder aber unter Anleitung einer Lehrperson aufgearbeitet werden. Dies geschieht in Absprache mit der Lehrperson, welche die umgestuften Schülerinnen und Schüler zugewiesen erhält. Die Liftkurse können allenfalls im Rahmen eines Lernateliers stattfinden.

Lernatelier (so genannte Tankstelle)
Das Lernatelier wird in der unterrichtsfreien Zeit angeboten. Zwei Lehrpersonen, je eine aus dem Bereich Sprachen und Mathematik, betreuen und begleiten die Schülerinnen und Schüler bei ihren Aufgaben. Das Angebot gilt für alle Schülerinnen und Schüler.

Dieses Reglement wird ab Schuljahr 2013/2014 gestaffelt eingeführt.

 

Beurteilung Selbstkompetenzen (Arbeits- und Lernverhalten)

 

Name:   Vorname:  
Schulort:   Lehrperson:  
  A B C D  
1 o o o o arbeitet aktiv mit
2 o o o o arbeitet zuverlässig
3 o o o o arbeitet in angemessenem Tempo
4 o o o o arbeitet mit Ausdauer
5 o o o o arbeitet sorgfältig
6 o o o o arbeitet selbständig
7 o o o o entwickelt erfolgreiche Lösungswege
8 o o o o geht konstruktiv mit Rückmeldungen um
total  __ x 3  __ x 2  __ x 1  __ x 0 =  ____ Punkte

 

Umwandlung des Arbeits- und Lernverhaltens in eine Note:
Die Lernziele sind

A) immer erkennbar 3 Punkte
B) meist erkennbar 2 Punkte
C) teilweise erkennbar 1 Punkt
D) wenig erkennbar 0 Punkte

Punkte

Note

24

6.0

23

5.8

22

5.7

21

5.5

20

5.3

19

5.2

18

5.0

17

4.8

Punkte

Note

16

4.7

15

4.5

14

4.3

13

4.2

12

4.0

11

3.8

10

3.7

9

3.5

Punkte

Note

8

3.3

7

3.2

6

3.0

5

2.8

4

2.7

3

2.5

2

2.3

1

2.2

 

121023-Reglement_Ein-_und_Umstufung  [PDF, 68.0 KB]

23. Oktober 2012
Roger Kemmler